Der Brezelgang in Merkstein
Gelebte Tradition
Der Brezelgang in Merkstein
Nach mehr als 26 Jahren Verhandlungen ist es so weit: Die Europäische Union hat den Weg für die Unterzeichnung des Mercosur-Abkommens freigemacht. Gemeinsam mit den südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay entsteht damit die größte Freihandelszone der Welt – mit über 700 Millionen Menschen. Ein Schritt von enormer wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung für Europa.
Kern des Abkommens ist der Abbau von Handelshemmnissen. Über 90 Prozent der Zölle zwischen der EU und den Mercosur-Staaten sollen künftig entfallen. Davon profitieren vor allem exportorientierte Unternehmen – etwa aus dem Automobilbau, dem Maschinenbau, der Chemieindustrie und dem Lebensmittelbereich. Gleichzeitig eröffnen sich neue Exportchancen für europäische Agrarprodukte. Ein weiterer zentraler Aspekt ist der bessere Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen – etwa Agrarrohstoffen und Mineralien. Damit kann Europa kritische Abhängigkeiten reduzieren. In einer Zeit globaler Unsicherheiten ist das ein wichtiger Beitrag zu mehr wirtschaftlicher Resilienz und strategischer Souveränität. Nicht nur Unternehmen profitieren: Auch Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren durch eine größere Produktauswahl und günstigere Preise. Das Abkommen schafft Wachstum, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Europa und eröffnet neue Perspektiven für Arbeitsplätze – sowohl in Deutschland als auch in der gesamten EU.
Das Mercosur-Abkommen ist ein starkes Signal für freien Handel, wirtschaftliche Stärke und internationale Partnerschaften. Jetzt kommt es darauf an, die Chancen entschlossen zu nutzen, denn so stärken wir Wachstum, Arbeitsplätze und Europas Handlungsfähigkeit. Bevor das Abkommen in Kraft treten kann, muss noch das Europäische Parlament zustimmen. Die Abstimmung dort wird entscheidend dafür sein, ob Europa diesen handelspolitischen Schritt endgültig geht.