Einen Augenblick ...

Vergangene Woche durfte ich als Vorsitzende der Deutsch-Portugiesischen Parlamentariergruppe meine erste Reise in dieser Funktion nach Lissabon antreten. Auf dem Programm standen zahlreiche Gespräche und Besuche bei Institutionen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Dabei ging es um Themen wie Bildung, Digitalisierung, Wirtschaft und die deutsch-portugiesischen Beziehungen.

Die Reise hat mir viele interessante Einblicke ermöglicht. Deshalb möchte ich in den kommenden Tagen hier auf meinem Blog eine kleine Serie veröffentlichen und Sie an ausgewählten Stationen meiner Dienstreise teilhaben lassen.

Teil 1: Deutsche Auslandsschulen als Brücken zwischen Kulturen

Den Auftakt macht ein Besuch, der beispielhaft dafür steht, wie Deutschland auch außerhalb seiner Landesgrenzen präsent ist.

Wenn wir über Deutschlands Rolle in der Welt sprechen, denken viele zunächst an Botschaften, Unternehmen oder kulturelle Einrichtungen. Weniger bekannt ist die Bedeutung der Deutschen Auslandsschulen.

Weltweit gibt es 135 von der Bundesrepublik anerkannte Deutsche Schulen im Ausland. Sie sind weit mehr als reine Bildungseinrichtungen. Als sogenannte Begegnungsschulen bringen sie junge Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, fördern den interkulturellen Austausch und schaffen Verbindungen, die häufig weit über die Schulzeit hinausreichen.

Damit sind sie wichtige Botschafter Deutschlands im Ausland. Sie vermitteln nicht nur Sprache und Wissen, sondern auch Werte wie Offenheit, Bildung und demokratischen Austausch.

Im Rahmen meiner Reise durfte ich die Deutsche Schule Lissabon besuchen. Die 1848 gegründete Schule gehört zu den ältesten deutschen Auslandsschulen weltweit und bringt junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen zusammen. Sie ist neben der Deutschen Schule zu Porto die zweite Deutsche Auslandsschule in Portugal. Als vollumfängliche Begegnungsschule führt die Deutsche Schule Lissabon im Rahmen eines Ganztagskonzepts der Schule ihre Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zum Abschluss der Sekundarstufe II zu anerkannten Abschlüssen wie der allgemeinen Hochschulreife (Abitur).

Besonders gefreut hat mich der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern. Die Gespräche haben gezeigt, dass Themen wie Digitalisierung, soziale Medien oder die Zukunft Europas junge Menschen unabhängig von ihrem Wohnort beschäftigen. Umso wichtiger ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und voneinander zu lernen. Nicht zuletzt durch meine eigene Biografie weiß ich, wie bereichernd es sein kann, zwischen verschiedenen Kulturen aufzuwachsen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen.

Mein herzlicher Dank gilt Frau Claudia Seitz-Ernst, Vorstandsvorsitzende des Schulvereins der Deutschen Schule Lissabon, sowie Frau Teresa Salgueiro Lenze, der Schulleiterin, für den freundlichen Empfang und den offenen Austausch.

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